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Good bye abbrederis.net, hello abbrederis.net!

Es wurde auch langsam Zeit! Sie ist da, meine neue Webseite abbrederis.net. Endlich auch fürs Mobiltelefon und Tablet. Es hat zugegebenermaßen gedauert, bis ich mich von meinem alten Design – und den vielen vielen Blogbeiträgen, die sich seit 2005 angesammelt hatten – zu verabschieden. Und das habe ich diesmal auch ganz radikal gemacht. Übrig geblieben sind eine handvoll, meiner Meinung nach lesenswerter Beiträge. Diese findet ihr unter der Kategorie „zeitlos“. Mit dem Umzug sind auch alle Kommentare verloren gegangen. Mein persönlicher Favorit aus dem Jahr 2011 ist unter dem Titel  „Der stille Freund“ zu finden und handelt von Algorithmen und der Stille.

Ansonst bringt so eine Relaunch das Übliche mit sich: aktualisierte Referenzen, neue Vortragsthemen, zugespitze Angebotsbeschreibungen und die eine oder andere noch unfertige Lücke. Wie gefällts?

Foto: Pixabay | Felix Broennimann

Neue Wege in der Vereinsarbeit

Seit 2015 entwickeln meine Kollegin Martina Eisendle (Die Eisendle) und ich im Auftrag des „Büro für Zukunftsfragen“ Workshopformate für Vereine. Die Strategiearbeit im Ehrenamt hat so ihre eigenen Herausforderungen und Themen. Auch dieses Frühjahr werden wir neben einem Erzählabend einen zweiteiligen Strategie-Workshop in Vorarlberg durchführen.

Wie finden wir Nachwuchs? Niemand möchte die Stelle des Obmann übernehmen! Wir wissen nicht, wie wir unsere Mitglieder motivieren können?! Wie führt man im Verein? Wie erreiche ich junge Menschen? Sollen wir uns auf Facebook engagieren? Das sind typische Herausforderungen im Ehrenamt. Die vom „Büro für Zukunftsfragen“ des Landes Vorarlberg organisierte „Vorarlberg-Akademie“ bietet Fortbildungen, Seminare und Vorträge zu diesen brennenden Themen. Das Frühjahrsprogramm erscheint demnächst. Die Termine gibt es auf jeden Fall auch hier bei mir im Blog!

Vision konkret – Das Magazin von Vision Rheintal

Heute erschien die Jubiläumsausgabe des Magazins „Vision konkret“, für dessen Redaktion ich seit 2014 verantwortlich bin. Es ist auch die letzte Ausgabe. Das Projekt der 29 Vorarlberger Rheintalgemeinden wird mit Ende des Jahres nicht mehr weitergeführt. Nach mehr als 10 Jah­ren Vi­si­on Rhein­tal ist es Zeit, den nächs­ten Schritt zu tun. Die Zu­sam­men­ar­beit von Ge­mein­den und dem Land Vor­arl­berg in der ge­mein­de­über­grei­fen­den Raum­pla­nung er­hält eine neue, ver­bind­li­che­re Form. In der letz­ten Aus­ga­be un­se­res Ma­ga­zins „Vi­si­on kon­kret“ zie­hen wir Bi­lanz. Ich sage herzlichen Dank für die spannende Zeit. Hier fin­den Sie die on­line Aus­ga­be auf der Webseite von Vision Rheintal.

Drei Tage in der Grünzone

Das war ein Spaß. Gemeinsam mit Kollegen der Abteilung Raumplanung der Vorarlberger Landesregierung haben wir die Grünzone im Rheintal erkundet und Interviews geführt. Die Entdeckungen waren eine wunderbare Grundlage für einen mehrseitigen Erfahrungsbericht. Veröffentlicht wird der Artikel im neuen Magazin „Freiraum“, das zweimal jährlich erscheint. Ein wunderbarer Auftrag an der frischen Luft. Den Beitrag finden Sie hier im pdf Format ab Seite 28 des Magazins.

Elf Jahre Abbrederis Kommuniktation

2016 – Das ist 11 Jahre Abbrederis Kommunikation. Kein Businessplan der Welt hätte die Entwicklungen, Impulse und Ideen vorausschreiben können, die sich in diesen letzten 11 Jahren gezeigt haben. Deshalb folgte ich meinen eigenen Methoden und zeichnete mir meinen Businessbaum. 2016 ist auch ein besonderes Jahr. Nach vier Jahren Arbeit ist im August mein erstes Buch „Das Miss Bizzy–Prinzip: Erfolgreich Gründen für kreative, intuitive Köpfe“ erschienen. Es ist eine süße, schmackhafte Frucht, wie ich meine und hat mich auch zur stolzen Verlegerin Verlag Wilde Aprikosen e.U. gemacht. Mein organisch wachsendes Unternehmen zeigt mir den nächsten Schritt: Die Leidenschaft für Entrepreneurship abseits der üblichen Trampelpfade erhält in meiner täglichen Arbeit mehr Platz. Das soll nun bitte noch mehr werden. Und natürlich das Schreiben. Das ist der Ast, an den ich jetzt meine Schaukel hänge. Auf die nächten 11 Jahre.

Dieser Beitrag wurde am 14.09.2016 erstmals veröffentlicht, 2018 in meinen neuen Blog übernommen, weil für lesenswert erachtet. Finden Sie das auch?

Das Miss Bizzy Buch ist da!

Heute wurde die erste Auflage meines Gründungsratgebers „Das Miss Bizzy-Prinzip: Erfolgreich Gründen für kreative & intuitive Köpfe“ ausgeliefert. Die vier Jahre Arbeit haben sich gelohnt. Herzlichen Dank an alle, die mich in dieser Zeit unterstützt und es möglich gemacht haben: Allen vorne weg der Gestalterin Ingeborg Landsmann und Lektorin Brigitta Soraperra. Das Buch ist im regionalen Buchhandel, ober die Verlagsseite „Wilde Aprikosen e.U.“ und, weil es heutzutage nicht anders geht via Amazon erhältlich.

Diamant hinter Plattenbauten

Die „Schule der Utopie“ lud vom 7.4. – 9.4.2013 zehn Schülerinnen und Schüler aus Vorarlberg ein, die Evangelische Schule Berlin Zentrum von Margret Rasfeld, zu besuchen. Möglich gemacht wurde das durch die Kuratoren der „Tage der Utopie“, die ihre Veranstaltung in Zukunft bewusst für die junge Generation öffnen wollen und die Hilti Foundation, die dieses neue Format innerhalb der „Tage der Utopie“ finanziell möglich machte.

Dieser Blogbeitag ist keine offizielle Reflexion, denn diese werden die teilnehmenden Jugendlichen am 27.04.2013 in St. Arbogast sehr gut machen. Es ist ein persönlicher Einblick und ein Dankeschön als Projektleiterin, hat es mich doch in besonderer und vielfacher Weise berührt. Aber von Anfang an!

Die Exkursion begann mit einer großartigen Verwirrung …

Ich hatte mich im Vorfeld bereits intensiv mit der Arbeit von Margret Rasfeld und ihrem Team beschäftigt. Ihre Kurzvideos auf Youtube hatten mich neugierig, ihr Buch „Eduaction“ (mit Co-Autor Peter Spiegel) nachdenklich gemacht. In dieser Vorbereitungszeit wachte ich zweimal mit dem Schreck auf, in wenigen Stunden und schlecht vorbereitet die Matura in Buchhaltung oder Englisch schreiben zu müssen (Wir hatten wohlgemerkt gerade letzten Sommer unser 20jähriges Maturajubiläum gefeiert … ). Und auch sonst wurden einige Erinnerungen an meine eigene Schulzeit lebendig.

Diese Schule in Berlin sollte so anders sein als das, was mich nach über 20 Jahren immer noch beschäftig:

Lernbüros statt Frontalunterricht, jahrgangsgemischte Klassen die für alle Menschen offen sind, Zertifikate und Logbuch statt reiner Notenzeugnisse, persönliche Tutoren statt Lehrer, Fächer wie Verantwortung und Herausforderung, Schüler und Schülerinnen, die den Zeitpunkt für ihre Tests selbst bestimmen … Vor der Reise in einem eintägigen Workshop mit den Vorarlberger Schüler/innen heiß diskutiert, machten sich acht neugierige Köpfe auf nach Berlin.

Am Morgen des 8.4.2013 standen wir um 9.26 Uhr vor einem scheinbar abbruchreifen Gebäude in Berlin Mitte. Den ausgedruckten Google-Map Plan in der Hand. Hatte ich die falsche Adresse von der Webseite gelesen? Das konnte doch nicht die innovative Schule Deutschlands sein, zu der Menschen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum pilgern? Alle schauten wir etwas verwirrt über den maroden Zaun, kommentierten die gartenfremden Gegenstände (Einkaufswagen u.a.) im Wiesenstreifen, liefen dreimal ums Gebäude bis wir drinnen eine Person und draußen an besagtem Zaun ein oranges, laminiertes Blatt entdeckten, mit dem Hinweis dass wir wohl am richtigen Ort waren.
platten

Ich beschreibe diesen Moment mit dem Wissen des Rückblicks, weil ich selten vorher einen Ort gesehen habe, an dem Innen und Außen so überhaupt nichts miteinander gemein haben. Vor solchen ersten Einschätzungen schützen auch keine Poesiealben Einträge wie „Es zählen nur die inneren Werte.“

Die Verwandlung begann für mich ab dem Moment, als wir im Mittelgebäude auf einen fröhlichen Assistenten und eine in Regenbogenfarben gekleidete Margret Rasfeld trafen (später von Schülerinnen als „die mit den schrägen Klamotten“ beschrieben).

Sie versammelte alle in ihrem Büro, das den Geist der Schule in Plakaten, Büchern und Gegenständen deutlich widerspiegelt. In einer ersten Runde erzählte sie eher knapp, immer mit den Hinweis, dass wir demnächst von Schüler/innen abgeholt werden und von ihnen sowieso alles Weitere erfahren würden.

Diese standen dann auch eine halbe Stunde später in Person von zwei tuschelnden, fröhlichen Mädchen vor der Türe um uns in die Pause mitzunehmen.

In den folgenden zwei Stunden landeten wir in einer gestreiften Mensa, einem der neun Lernbüros und der wöchentlichen Gesangsstunde. Ich sah zwar immer wieder die abgewetzten Böden und Türen, das trat aber mehr und mehr in den Hintergrund, denn was wirklich meine Aufmerksamkeit fesselte waren die Jugendlichen. Nicht, dass alle fröhlich beschwingt durch die Schule hüpften, nein, das wäre ein Klischee, das einer lebendigen Schule nicht gerecht werden würde. Aber für mich doch komplett anders als an jeder anderen Schule, an der ich bisher war. Offene Blicke, konzentrierte Gespräche in Zweierteams in einer Klasse ohne anwesenden Lehrer, dynamisches Kommen und Gehen. Die Gänge sind voll mit Postkarten, die Schüler/innen an Ihre Schule schicken.

Mittendrin wir an einer Tischgruppe. Die beiden Mädchen erzählen, beantworten jede Frage selbstverständlich und mit großer Offenheit. Nein, es ist nicht immer leicht mit dem selbstverantwortlichen Lernen, manchmal lässt man sich lieber von der Freundin ablenken, ob das ohne Noten funktioniert? Sie ist sich sicher, schließlich weiss sie, wie man zu den Antworten kommt, aber manche Eltern haben Angst, ob das später so klappt.

Handouts sehe ich keine, dafür Lernkästen, in denen laminierte Kärtchen mit einer Mischung aus Fragen, Informationen, Bildern und Links zu Youtube Videos oder Büchern stecken. Auf den Kästen kleben Beschriftungen wie „Die französische Revolution“, „Demokratie“ oder „Politische Grundlagen“ – wir befinden uns im Lernbüro für Naturwissenschaften, das mehrere Fachgebiete interdisziplinär verknüpft.

Aktuelle Studien sprechen davon, dass zwischen 30 – 40 % der Schüler/innen mit Angst in die Schule gehen. Das hier hat alles ziemlich wenig mit gestressten und verschlossenen Gesichtern zu tun, die wir sonst so in unseren Schulgängen sehen.

Natürlich ist auch in Berlin nicht alles paradiesisch. Dass Unsicherheit herrscht, im Vergleich mit anderen Systemen „genug“ zu lernen, dass es nicht ganz druckfrei geht, wenn dieser dann auch eher von Innen kommt, dass nicht jeder mit der Selbstverantwortung umgehen kann oder die Schüler/innen nicht verstehen, dass es in der Kantine keine Cola geben darf…

Im Klassenrat wird völlig offen darüber gesprochen, die Lehrerin zeigt wie jeder andere Teilnehmer auf, wenn sie etwas sagen möchte. Nur in einer Kultur, die dem Perfektionismus frönt, werden solche Widersprüche negativ bewertet. Offenheit und Fehlertoleranz sind Grundvoraussetzungen für Weiterentwicklung und Innovation.

An diesem Ort lernen junge Menschen Selbstverantwortung und Solidarität, das zeigt spätestens das Nachmittagsprogramm. 10 Jugendliche stehen vor ca. 50 Lehrer/innen aus Jena, München und unserer Gruppe aus Vorarlberg und erzählen völlig frei und authentisch von ihren Erfahrungen mit den Fächern „Herausforderung“ und „Verantwortung“. Es ist Teil einer Fortbildung von Schüler/innen für Erwachsene. Bei kleinen technischen Pannen wird kurzfristig das Programm umgestellt, Fragen aus dem Publikum beantwortet, der Stimmung tut das keinen Abbruch.

Dieser für uns letzte Programmpunkt findet in der neuen Aula statt, einem organischen Holzgebäude, von dessen Decke gefaltete Papiervögel schweben.

Nein, nicht alles an diesem Tag war herrlich. Es ist in meinen Augen schäbig, welchen Wert unsere Gesellschaft der Bildung von Jugendlichen gibt, welche altbackenen Ziele die meisten Schulen nach wie vor verfolgen, wie unsere Jugendlichen dadurch Leistungsdruck, Konformität oder Konkurrenz verinnerlichen.

Ich erinnere mich noch daran, wie mir erst viele Jahre nach der Schule bewusst wurde, dass Lehrer auch eine menschliche Seite haben. Es war mir davor einfach nicht in den Sinn gekommen!

Danke für die Kraft, die dieses Projekt ausstrahlt, ein wirklicher Diamant aus der Zukunft der Schule. Ich hoffe es kommen Pädagog/innen, Bildungsbeauftragte und Politiker/innen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum nach Berlin um sich inspirieren zu lassen.

Erleben Sie Margret Rasfeld und ihre Jugendlichen bei den Tagen der Utopie am 27.4.2013

http://tagederutopie.org/archiv/tage-der-utopie-2013/schueler-machen-schule/

Dieser Beitrag wurde am 11.04.2013 erstmals veröffentlicht, 2018 in meinen neuen Blog übernommen, weil für lesenswert erachtet. Finden Sie das auch?

Rückblick und Vorwärts 2013

Die ersten Wochen des Jahres 2013 sind ins Land gezogen, ein guter Zeitpunkt und mit einem bereits kleinen Abstand auf 2012 zu blicken und einen erfreulichen Ausblick auf die kommenden Projekte und Monate zu wagen.

2012 war für mich das Jahr, in dem www.missbizzy.net die Welt erblickt und sich mit Leben gefüllt hat. Eine neue Leidenschaft die so viel begeisterte Rosenanz erzeugt und ganz neue Türen geöffnet hat. Zugegebenermaßen haben sich dorthin auch die meisten Blogaktivitäten verlagert.

Das allgemeine Thema „Social Media“ hatte für mich 2012 nach 7 Jahren intensiver Beschäftigung stark an Faszination eingebüßt. Die Realität bedeutete 2012 immer noch oft begeisterte Marketingleiter stehen einer skeptische Geschäftsführung gegenüber. Die Ressourcen sind eingeschränkt, es wird immer noch oft als Kinderkram abgetan. Mich persönlich hat am Thema die Kraft der Partizipation und Vernetzung, nachhaltige Strategien und offene Kommunikation und weniger Gewinnspiele und Fananzahl interessiert.

Dorthin geht es aber leider immer noch sehr oft … Ich bedanke mich bei meinen Kundinnen und Kunden, die sich damit nicht zufrieden geben und ich denke, wir konnten einige schöne Ideen gemeinsam umsetzen!

Wofür setze ich meine Zeit und Arbeit ein? Hat es für mich und andere Bedeutung? Das hat mich letztes Jahr begleitet und meine Entscheidungen für Projekte geprägt.

Beteiligung und Partizipation sind (auch durch die Vernetzung in den sozialen Medien) ein tiefes Bedürfnis von Menschen. Wie gelingt gute Beteiligung? Was sind die Rahmenbedingungen? Zu diesen Thema konnten wir im Vergangenen Jahr einige Modelle entwickeln. Für invo- Servicestelle für Kinder und Jugendbeteiligung entwickelte ich ein Modell für generationenübergreifenden Beteiligung, im Zuge der Raumplanung des Landes Vorarlberg arbeiten wir an der Methode „Wahrnehmungsspaziergänge“, ein Handbuch dazu wird im Laufe dieses Jahres erscheinen.

Und da bin ich schon mitten in der Vorschau. Ideen für eine Gesellschaft und Wirtschaft der Zukunft, für eine enkeltaugliche Welt, darum drehen sich einige sehr vielversprechende Projekte im Frühjahr. Darüber werde ich sicherlich im Detail berichten. Denn es ist ein Herzensprojekt, genauso wie Miss Bizzy.

Ich bin dankbar für die vielen Menschen und Projekte die sich vernetzen, danke euch und danke … Social Media.

https://pixabay.com/photo-740192/

Dieser Beitrag wurde am 16.01.2013 erstmals veröffentlicht, 2018 in meinen neuen Blog übernommen, weil für lesenswert erachtet. Finden Sie das auch?

Social Media Policy – Gemeinsam wird’s besser

Unter dem Begriff „Social Media Policy“ oder auch „Guideline“ werden Verhaltensregeln für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens im Sozialen Netz zusammengefasst.

Es sind also Handlungsempfehlungen die die Mitarbeiter/innen in der Kommunikation über Kanäle wie beispielsweise Facebook, Twitter oder Corporate Blogs unterstützen sollen.

Öffnet sich ein Unternehmen für die Kommunikation im Sozialen Netz, müssen manche Spielregeln neu geschrieben werden.

Zusätzlich zur PR- bzw. Marketingabteilung sind meist auch andere Bereiche oder Mitarbeiter/innen eingebunden. Diese sind in der öffentliche Kommunikation mit Kund/innen, Interessengruppen oder auch Lieferant/innen oft nicht geschult. Ein Social Media Team sitzt nicht selten an der Schnittstelle zwischen Marketing, Kundenservice, Technischem Dienst wie auch Verwaltung.

Neben dem Erstellen von Beiträgen geht es im Alltag auch darum, Fragen innerhalb einer relativ kurzen Zeit beantworten zu können. Die übliche Kontrollschleife über die Leitung der Kommunikationsabteilung ist im Einsatz von Sozial Media nicht umsetzbar.
Was beinhaltet eine Social Media Policy?

Grundsätzlich wird die Art der Nutzung definiert, Zielsetzungen für das Unternehmen festgelegt, Verhaltensregeln (so genannte „Netiquette“), der Umgang mit vertraulichen Informationen und Urheberrecht formuliert. Ein großes Thema ist auch immer die Abgrenzung zwischen beruflicher und privater Nutzung. Weiters beinhaltet sie die Ansprechpartner/innen und allfällige Konsequenzen bei Missachtung. Zusätzlich hat jedes Unternehmen individuelle Schwerpunkte.
Sinnvoll oder sinnlos?

Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob eine Social Media Guideline sinnvoll ist, ob sich die Kommunikation „kontrollieren“ lässt oder ob man lieber gleich von Anfang an darauf verzichtet.

Aus meiner Sicht macht eine Policy dann Sinn, wenn sie MIT den Mitarbeiter/innen entwickelt und definiert wird. Da im Sozialen Netz letztendlich sehr viel eigenverantwortlich kommuniziert wird, braucht es mündige Markenbotschafter/innen. Das ist der Paradigmenwechsel, den viele Unternehmen immer noch nicht ernst nehmen, wenn es um moderne Kundenkommunikation geht. Eine „von oben“ festgelegte Policy kann nur zum Scheitern verurteilt sein.

Die Caritas Deutschland ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat die Nutzer/innen in die Entwicklung einbezogen und die Richtlinien auf dem eigenen Blog zur Diskussion gestellt. Andere Unternehmen wie Tchibo setzen auf unterhaltsame Informationsaufbereitung und haben Verhaltensregeln in ein Video verpackt.
„aha- Tipps und Infos für junge Leute“ als Vorreiter in Vorarlberg

In Vorarlberg hat im vergangenen Jahr das „aha – Tipps und Infos für junge Leute“ ihre Policy partizipativ entwickelt. Ich durfte diesen Prozess als Moderatorin begleiten. Die Geschäftsführerin Monika Paterno reflektiert in einem kurzen Interview ihre Erfahrungen.

1. Frage: „Das aha ist in Vorarlberg Vorreiter in Bezug auf den Einsatz von Social Media und hat nun auch unter Beteiligung aller betreffenden Mitarbeiter/innen eine Social Media Policy entwickelt. Was war der Grund für diese Herangehensweise?

GF Monika Paterno: „Social Media ist bzw. sind für mich Kommunikationsmittel wie alle anderen auch – mit Vorzügen, mit Nachteilen und mit ein paar Besonderheiten. Die MitarbeiterInnen des Jugendinformationszentrums Vorarlberg haben in ihrem Leitbild festgeschrieben, was sie tun, warum sie es tun und wie sie es tun. Diese Grundsätze galt es u.a. auch auf Basis der bereits vorhandenen Erfahrungen auf Social Media umzulegen und festzuschreiben. Wobei uns die Möglichkeiten von Social Media sehr entgegen kommen, sie enthalten aber auch ein paar Herausforderungen, die es gilt im Auge zu behalten.“

2. Frage: Was ist deiner Meinung nach der größte Nutzen dieser partizipativen Form?

GF Monika Paterno: „Wer an einem Prozess teilnimmt, mitreden und mitbestimmen kann, identifiziert sich natürlich auch viel eher mit dem Ergebnis. Zudem ist das Ergebnis natürlich auch besser und einfacher umzusetzen, wenn mehrere mit ihren jeweiligen Blickwinkeln und Erfahrungen mitgearbeitet haben.“

3. Frage: Wie hast du als Geschäftsführerin diesen Prozess erlebt? Was nimmst du für eure Organisation, außer der Policy, mit?

GF Monika Paterno: „Ich habe den Prozess sehr positiv in Erinnerung. Wir entwickeln uns und unsere Organisation ja auch durch die Auseinandersetzung mit anderen Menschen, mit anderen Ideen etc. und da sind solche Anlässe natürlich sehr willkommen … vorallem auch, wenn immer wieder ein Konsens gefunden werden kann.“

4. Frage: Gibt es noch etwas Wichtiges, das du ergänzen möchtest?

GF Monika Paterno: „Aus meiner Sicht war es aufgrund der Größe der Gruppe wichtig, eine externe Prozessbegleitung zu haben. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann sich dann besser auf die Diskussion einlassen. Zudem ist es sehr angenehm, wenn die Prozessbegleitung auch noch Expertin in der Materie (in unserem Fall eben Social Media) ist.“

Vielen Dank für das Gespräch.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie Fragen zur Moderation einer Social Media Policy Entwicklung? Weitere Informationen zum Thema:

Link Social Media Policy Caritas Deutschland
Link Video „Herr Bohne geht ins Netz“ Tchibo Deutschland

Foto: https://pixabay.com/photo-58475/

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2012 erstmals veröffentlicht, 2018 in meinen neuen Blog übernommen, weil für lesenswert erachtet. Finden Sie das auch?

Miss Bizzy & the brain is born

Letzte Woche bin ich mit meinem neuen Herzensprojekt losgestartet. Miss Bizzy & the brain! Unternehmensberatung für kreative und intuitive Köpfe.

Die Reise zu diesem Projekt begann vor fast genau einem Jahr, als mich das notwendige Quäntchen Sinnlosigkeit und Unzufriedenheit antrieb, mein Portofolio zu überprüfen. Für mich bedeutet Unternehmerin sein mehr, als sich dem Markt anzupassen und nach neuen Bedürfnissen zu schielen.

Es gibt neben dem äußeren Bedarf ja auch den Inneren: Was will ich, wo sehe ich meine Fähigkeiten, wo kann ich mich als Mensch in meiner Arbeit entwickeln? Das sind nicht zuletzt auch die Themen, denen sich Miss Bizzy & the brain widmen wird.
Luxusfragen in Zeiten der Wirtschaftskrise?!

Ich finde, das sind die notwendigen Fragen. Dass es so nicht weitergehen kann wie bisher, das sehen inzwischen viele. Ich bin immer noch überrascht, dass die interessanten Alternativen, die Menschen weltweit entwickeln und ausprobieren, von der „klassischen“ – ALTEN Wirtschaft immer noch so selbstbewusst belächelt werden – wo doch offensichtlich ist, dass es neue Ideen und Haltungen braucht. Nun ja, alles riecht nach Paradigmenwechsel!

Miss Bizzy & the brain ist für Menschen, die sich kreativ und intuitive in der Wirtschaft bewegen und diese Fähigkeiten einsetzen wollen um ihre Ideen voran zu bringen.

Ich bin aufgeregt und überwältig von dem positiven Feedback, das ich in der ersten Woche auf Miss Bizzy erhalten habe. Herzlichen Dank!

Hier geht es zum Projekt:

www.missbizzy.net

Wer auf Facebook ist: http://www.facebook.com/pages/Miss-Bizzy-the-brain/233206700109454
Und für diejenigen von euch die Twittern: https://twitter.com/#!/MissBizzyB

Ich freue mich auf kreativen Austausch und bin mehr als positiv neugierig auf das was sich daraus entwickeln wird!

Dieser Beitrag wurde am 05.05.2012 erstmals veröffentlicht, 2018 in meinen neuen Blog übernommen, weil für lesenswert erachtet. Finden Sie das auch?