Alle Artikel in: Marketing

Good bye abbrederis.net, hello abbrederis.net!

Es wurde auch langsam Zeit! Sie ist da, meine neue Webseite abbrederis.net. Endlich auch fürs Mobiltelefon und Tablet. Es hat zugegebenermaßen gedauert, bis ich mich von meinem alten Design – und den vielen vielen Blogbeiträgen, die sich seit 2005 angesammelt hatten – zu verabschieden. Und das habe ich diesmal auch ganz radikal gemacht. Übrig geblieben sind eine handvoll, meiner Meinung nach lesenswerter Beiträge. Diese findet ihr unter der Kategorie „zeitlos“. Mit dem Umzug sind auch alle Kommentare verloren gegangen. Mein persönlicher Favorit aus dem Jahr 2011 ist unter dem Titel  „Der stille Freund“ zu finden und handelt von Algorithmen und der Stille. Ansonst bringt so eine Relaunch das Übliche mit sich: aktualisierte Referenzen, neue Vortragsthemen, zugespitze Angebotsbeschreibungen und die eine oder andere noch unfertige Lücke. Wie gefällts? Foto: Pixabay | Felix Broennimann

Das Ende des Corporate Design

Eine Entwicklung die ich schon seit längerer Zeit beobachte und heute in den Raum stellen möchte: Das gute alte CD, das „Corporate Design“ – hat möglicherweise bald ausgedient. „Corporate Design“ steht für das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens: Logo, Schrift, Farbklima und Gestaltungsraster ergeben gemeinsam einen klare Linie. Während meines Studiums und auch in den Anfängen meiner Selbständigkeit war die Schaffung einer Unternehmensidentität (ein Teil davon ist das Corporate Design) oberste Priorität: Es ging darum, kleine wie auch größere Unternehmen davon zu überzeugen, durch eine Abstimmung aller Werbemittel eine fokussierte Wahrnehmung und Wieder-Erkennbarkeit bei den Kundinnen und Kunden zu erzeugen. Durch das Soziale Netz erhalten die Menschen hinter den Produkten oder Dienstleistungen – auch in der externen Unternehmenskommunikation – einen völlig neuen Stellenwert. Für große Unternehmen bedeutet es, dass beispielsweise der CEO auch mal aus dem „Nähkästchen“ twittert. Zappos zeigt wie das erfolgreich geht. Auf Facebookseiten wie auch im Twitteraccount will man wissen mit wem man es zu tun hat. Hier zwitschert nicht mehr die Deutsche Bahn sondern Torsten, Kai, Janice und andere. In manchen Unternehmen …

Lieben will ich dich nicht!

Marketingstrategen und -Strateginnen haben auf der Suche nach dem ultimativen Erfolgsrezept für erfolgreiche Beziehungen zwischen Unternehmen und KundInnen die LIEBE entdeckt. In Zukunft soll ich meine Zahnpasta also nicht mehr nur „benutzen“ sondern lieben. So zumindest will es der neueste Trend und zitiert dabei Attribute, die weniger mit Liebe als vielmehr mit Wahnsinn zu tun haben: „Verrückt sein nach dem Produkt, ohne es nicht mehr leben können.“ Hier beginn also die Liebesgeschichte zwischen mir und der nächsten Packung Kartoffelchips. Das geht mir zu weit. Als die Fachliteratur vor einiger Zeit die Beziehung zwischen den Kundinnen/Kunden und dem Produkt wiederentdeckten, war ich zugegebenermaßen sehr erfreut. Statt kurfristiger Verkaufsmaximierung wurden langfristige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen angestrebt. Den KundInnen bringt es unter anderem den Vorteil, sich auf die Verkaufsversprechen und die Qualität der Produkte verlassen zu können. Die Unternehmen profitieren von Wiederverkäufen und sparen sich teure ErstkundInnengewinnung. Natürlich spielen Gefühle auch hier eine große Rolle: Es geht um Vertrauen, Wertschätzung und natürlich Begeisterung für das Produkt das ich erwerbe. Was bedeutet es nun, wenn der Markt plötzlich von Liebe spricht. …