Alle Artikel in: Social Media

Social Media Policy – Gemeinsam wird’s besser

Unter dem Begriff „Social Media Policy“ oder auch „Guideline“ werden Verhaltensregeln für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens im Sozialen Netz zusammengefasst. Es sind also Handlungsempfehlungen die die Mitarbeiter/innen in der Kommunikation über Kanäle wie beispielsweise Facebook, Twitter oder Corporate Blogs unterstützen sollen. Öffnet sich ein Unternehmen für die Kommunikation im Sozialen Netz, müssen manche Spielregeln neu geschrieben werden. Zusätzlich zur PR- bzw. Marketingabteilung sind meist auch andere Bereiche oder Mitarbeiter/innen eingebunden. Diese sind in der öffentliche Kommunikation mit Kund/innen, Interessengruppen oder auch Lieferant/innen oft nicht geschult. Ein Social Media Team sitzt nicht selten an der Schnittstelle zwischen Marketing, Kundenservice, Technischem Dienst wie auch Verwaltung. Neben dem Erstellen von Beiträgen geht es im Alltag auch darum, Fragen innerhalb einer relativ kurzen Zeit beantworten zu können. Die übliche Kontrollschleife über die Leitung der Kommunikationsabteilung ist im Einsatz von Sozial Media nicht umsetzbar. Was beinhaltet eine Social Media Policy? Grundsätzlich wird die Art der Nutzung definiert, Zielsetzungen für das Unternehmen festgelegt, Verhaltensregeln (so genannte „Netiquette“), der Umgang mit vertraulichen Informationen und Urheberrecht formuliert. Ein großes Thema ist auch …

Der Zahlengott

Wenn wir es nicht begreifen, dann fassen wir es in Zahlen. Das Internet hat eine Gottheit. Sie heißt Zahl. Es ist die Zahl der Hits und Bits, der Hypes und Bytes. Der Internetgott ist überall anwesend in seinem Universum. Und er ist GROSS. Sehr Groß. Seiner Größe wird gehuldigt. 640 Mio Facebooknutzer, 105 % Zuwachs in einem Jahr, 1.700 Stunden Videomaterial auf Youtube, 30.000 Tweeds in 30 Sekunden weltweit, Download von 15.000 iPhone Apps in etwas weniger als einer Minute ….. das Internet ist nicht nur voll von Menschen, es ist auch voll von Zahlen. Und auch ich gebe zu, ich zeige diese Zahlen auf Charts und Bildern und Videos auch immer wieder gerne in Vorträgen und Seminaren. Manchmal frage ich mich dann, was mir das sagen möchte, und welche Schlüsse ich daraus ziehen soll? Ja, weil wir nicht wirklich immer begreifen was es alles bedeutet – versuchen wir die Komplexität zu erfassen. Das Jahr 2010 war wohl das Jahr der Infografiken. Wenige finde ich informativ, viele finde ich verblüffend. Viele sind groß. Wieviele Downloads? …

Der stille Freund

Beginnen wir mit einem Blick zurück ins Klassenzimmer. Erinnern Sie sich noch an Ihre Schulzeit? Wie war das dort in der Klasse? Da gab es das beliebteste Mädchen mit ihren Freundinnen, die Jungsbande, den Klassenkasperl, den oder die Wortführer/in, einige viele die mit dabei waren und den Stillen (oder natürlich die Stille) die den anderen vielleicht unheimlich waren, einen besten Freund hatten und ziemlich viel in der Birne. Eben Gruppendynamik pur. Und in diesem Microkosmos fand Meinungsbildung statt, wurden Realitäten geschaffen und Entscheidungen ausgehandelt. Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Episode aus meiner Kindheit: Es war in der Volksschulzeit und ich war katholisch. In der Vorbereitung zur Erstkommunion gab es Treffen, in denen wir uns mit wichtigen Begriffen der Religion beschäftigten. Und natürlich kam eines Tages das Gespräch auf die Sünden. Ich weiß nicht mehr wie – jedenfalls verstand ich diese Sache mit den 10 Todsünden so, dass ein Mensch maximal zehn Sünden haben durfte. Wer mit mehr als 10 Sünden am Stück in die Beichte ging, musste mit dem Fegefeuer rechnen. Ich …

Hätte Sokrates Emails geschrieben?

Der Begriff „Dialog“ stammt von altgriech. Dialégesthai: sich unterhalten, unterreden, einander zureden; Der Dialog ist eine schriftliche wie auch mündliche Rede- und Gegenrede von mindestens zwei Personen. Im Gegensatz zum Monolog, dem Gespräch mit sich selbst.  Ist nun ein Gespräch zwischen einem Mensch und einem Computer ein Monolog oder was? Hilft der sokratische Dialog beim Verfassen von Emailnewslettern? Hätte Errasmus von Rotterdam einen Blog betrieben? Was sind moderne Anwendungen ohne das Verständnis menschlicher Kommunikation? Deshalb setzen wir neben fachlichem Know How auf Austausch. Der Quantenphysiker David Bohm hat mit seinem Beitrag zum Dialog einen Grundstein für die „lernende Organisation“ am MIT geschaffen. Ist es möglich eine Vision wie die „Wertschätzende Kommunikation“ im täglichen Firmenemail umzusetzen? Foto: Letina_x, Flickr. Dieser Beitrag wurde am 30.07.2008 erstmals veröffentlicht, 2018 in meinen neuen Blog übernommen, weil für lesenswert erachtet. Finden Sie das auch?